Mit dem Rennrad durch den Vinschgau

Rennradfahren im Westen Südtirols

Die schönsten Pässe, Seitentäler und Touren des Vinschgaus für Rennradfahrer:


Das Stilfserjoch

Der Stelvio zählt zu den härtesten Rennrad-Pässen der Welt: 48 Haarnadelkurven, über 24 km (von Prad), 1.800 Höhenmeter und eine maximale Steigung von 14 %. Der Superstar unter den Alpenpässen mit 2.757 m ist natürlich nur im Sommer befahrbar und zählt zu den Dingen, die jede:r Rennradfahrer:in einmal im Leben besucht haben muss. Die Strecke verläuft von Prad im Vinschgau, durch das Trafoier Tal entlang des Suldenbachs. Kultfaktor: 10 von 10. weiterlesen

Stilfserjoch - Stelvio Pass
Stilfserjoch - Stelvio Pass – Image: unsplash - David Dvořáček

Die Vinschgauer Höhenstraße

Am Sonnenberg zieht sich eine verkehrsarme Panoramastraße von Schluderns nach Tanas, auf bis zu 1.560 Höhenmeter, bis nach Laas. Gleich zu Beginn steigt die Strecke über Wiesenhänge mit ordentlicher Steigung an. Die Auffahrt von Schluderns lässt kaum Ausblicke zu, jedoch nach Erreichen der Hochebene liegt einem das breite Tal zu Füßen. Weiter in Richtung Tanas kann man den herrlichen Ausblick auf die gegenüberliegenden Ortler-Alpen genießen. Die Abfahrt erfolgt von Tanas nach Allitz und weiter nach Laas oder nach Kortsch. Die Vinschgauer Höhenstraße ist eine intensive Rennradtour fernab vom Trubel im Tal.
Empfehlung: Der trockene Vinschgauer Sonnenberg ist im Hochsommer oft unerträglich heiß, deshalb ist dieses Rennrad-Highlight im Sommer nur in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden zu empfehlen.
Auffahrt von Kortsch: 800 hm, Auffahrt von Schluderns: 680 hm, Auffahrt von Laas: 680 hm;

Martelltal

Flankiert von steilen Talhängen führt dieses Seitental des Vinschgaus in die Ortler-Alpen. Das Martelltal (ital. Val Martello) liegt inmitten des Nationalparks Stilfserjoch und war ein Teil der 16. Etappe 2014 des Giro d'Italia (Ponte di Legno - Gavia - Stelvio - Martell). Startpunkt für die Rennradtour ins "Beerental" ist Goldrain, direkt am Radweg. Mit den ersten Kehren hinter Morter verläuft die Strecke immer bergauf nach Gand. Geradeaus vorbei an der Kapelle 1.560 m (St. Maria in der Schmelz), dem Biathlonzentrum und weiter zum Stausee auf 1.850 m. Wer will, kann noch weiter ins hintere Martelltal zum Parkplatz der Zufallhütte / Gasthaus Schönblick auf 2.100 m radeln. Das Tal ist auch im Hochsommer empfehlenswert, weil es wenig Auto-Verkehr gibt.
Highlights der Tour: Zufrittsee, Ruine des Hotel Paradiso, Erdbeerfelder;
Strecke: gut zweispurig ausgebaut bis Gand, danach wird die Strecke schmaler.
Uphill: 1.950 hm, Länge: 45 km;

Martell - Rennrad Vinschgau
Martell – Image: unsplash - Jonatan Moerman

Schloss Juval

Die Anfahrt erfolgt über den Vinschgauer Radweg von Naturns in Richtung Tschars. Vor der Radbar in Staben gibt es eine Holzbrücke zum Vinschgauer Bauernladen mit großem Parkplatz. Schloss Juval ist bereits vom Radweg aus gut am Eingang des Schnalstals zu sehen. Vom Parkplatz startet die Straße gleich mit Steigungen von bis zu 14 %. Kurve um Kurve geht es auf ca. 1.000 hm wo nach 4 km das Schloss erreicht wird. Die asphaltierte Strecke führt noch etwa 3 km weiter.
Hinweis: Auch diese Tour befindet sich am Sonnenberg, es kann im Sommer sehr warm werden! Ein Shuttle-Bus von Ende März bis Anfang November bringt Besucher zum Schloss-Museum, deshalb ist Vorsicht bei der Abfahrt geboten.

Schnalstal

In unmittelbarer Nähe des Bauernladens auf 560 m – siehe Ausgangspunkt für Schloss Juval – befindet sich die Abzweigung nach Schnals.
Die ~ 24 km lange Tour beginnt direkt mit einem Anstieg im 1 km langen beleuchten Straßentunnel und zieht sich in die Ötztaler Alpen hinein. Die Strecke führt in einsamer Landschaft vorbei am idyllischen Ort Katharinaberg, direkt am Eingang des Schnalstals, weiter nach Karthaus und zum Hauptort Unser Frau auf 1.450 m. Dort führen einige Serpentinen zum Higlight der Rennradtour auf 1.700 m: der Vernagt-Stausee. Entlang des Seeufers führt die Straße ins hintere Schnalstal nach Kurzras zur Gletscherbahn auf 2.010 m.
Uphill: 1.500 m, gute Kondition erforderlich

Aschbach

Im unteren Vinschgau, hoch über Meran liegt das Bergdorf Aschbach auf rund 1.350 m. Die Seilbahn bei Rabland bringt Wanderer und Mountainbiker zum Hochplateau, für Rennradler startet in Töll die Auffahrt nach Aschbach. Durch den dicht bewaldeten Nördersberg steigt die Straße teils steil (19 %) an. Über eine gewundene Bergstraße wird nach ca. 10 km die Bergstation der Seilbahn erreicht. In Aschbach angelegt, hat man einen herrlichen Ausblick auf Partschins und die umliegende Bergwelt. Sehenswert: Die Maria-Schnee-Kapelle auf einem Geländevorsprung.
Höhenmeter: ca. 840 m

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