Radroute Vinschgau: Reschen - Meran

Vom Reschenpass überwiegend bergab nach Meran: entlang von Reschensee und Etsch, Teil der Via Claudia Augusta

Radweg Vinschgau: Länge, Höhenmeter, idealer Zeitraum und Rennradtauglichkeit

Länge: ca. 86 km (Reschen bis Meran)
Höhenmeter: ca. 1200 m (Reschenpass: 1.500 hm, Meran: 320 hm)
Dauer: ca. 4-5 Stunden
Schwierigkeit: mittel

Empfohlene Richtung: von oben nach unten = Mals nach Meran

idealer Zeitraum: März bis Oktober
rennradtauglich: in Teilstücken

Im Abschnitt Mals - Schlanders (Göflan) gibt es drei Teilstrecken, die nicht asphaltiert sind:

  • Um die Fischerteiche von Prad ~ 20min zu Fuß
  • Biotop bei Tschengls ~ 15min zu Fuß
  • Laas bis Göflan im Wald ~ 40min zu Fuß - Alternative: Zug von Laas nach Schlanders oder nach Goldrain

Radtransport 2026: Vinschger Bahn und Bikeliner

Stand: 22. Juni 2026. Die Vinschger Bahn wird nach ihrer Elektrifizierung schrittweise wieder in Betrieb genommen und fährt derzeit noch eingeschränkt. Zwischen Meran und Laas verkehren die Züge grundsätzlich im Stundentakt. Auf dem Abschnitt Laas–Mals fahren täglich sieben Zugpaare; einzelne Verbindungen verkehren durchgehend zwischen Meran und Mals. Fahrräder können in den Regionalzügen nur bei ausreichend Platz mitgenommen werden. Eine Reservierung ist dort nicht möglich und auch mit gültigem Fahrradticket besteht keine Mitnahmegarantie. In den Bussen des Schienenersatzverkehrs B250 ist die Fahrradmitnahme nicht möglich.

Vom 18. April bis 4. Oktober 2026 ergänzt deshalb der reservierbare Bikeliner mit Fahrradanhänger das Bahnangebot. Er fährt täglich ab Bahnhof Meran, Bussteig B, um 9:10, 10:10, 15:10 und 16:10 Uhr sowie ab Bahnhof Mals um 7:00, 12:00, 13:00 und 18:00 Uhr. Unterwegs wird in Naturns, Latsch, Schlanders und Spondinig ausschließlich zum Aussteigen gehalten; ein Zustieg ist dort nicht möglich.

Pro Fahrt stehen 14 reservierbare Plätze für Fahrräder einschließlich E-Bikes zur Verfügung. Tandems, Lastenräder und Fahrradanhänger werden nicht transportiert. Die Reservierung ist bis 18:00 Uhr am Vortag möglich; die Fahrten von Mals nach Meran können nur mit vorheriger Anmeldung genutzt werden. Bitte mindestens 15 Minuten vor der Abfahrt am Bussteig sein. Zusätzlich zum Personenfahrschein wird ein Fahrradticket benötigt. Die Tageskarte kostet 7,50 €, mit südtirolmobil Pass 3,50 €.

Wichtig für die gesamte Tour: Bahn und Bikeliner fahren nur bis Mals, nicht bis zum Start am Reschenpass. Wer die vollständige Strecke von Reschen nach Meran fahren möchte, benötigt für den Abschnitt bis Reschen einen separaten Shuttle oder leiht das Fahrrad am Reschensee aus.

Aktuelle Informationen zu Bahn, Bikeliner, Tickets und Preisen
Bikeliner mit Fahrradplatz reservieren
Bike-Shuttles in den Vinschgau und zum Reschenpass

Wegbeschreibung Radweg Vinschgau

Start am Reschenpass und Reschensee

Ausgangspunkt ist der Reschenpass an der Nordspitze des Reschensees. Der Stausee wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aufgestaut und überflutete das alte Dorf Graun: Bis heute ragt sein Kirchturm aus dem Wasser. Die Hauptroute folgt dem asphaltierten Westufer mit Blick auf das Ortlermassiv, am Ostufer verläuft eine Schottervariante. Nach rund drei Kilometern erreicht man die Bucht mit dem Kirchturm, ideal für eine kurze Rast. Anschließend geht es am Haidersee entlang, den die Etsch durchfließt, bevor sie über Felsstufen ins Tal stürzt, und hinunter nach Burgeis und Mals.

Etappe: Mals - Glurns - Prad

Am Bahnhof von Mals führt der Radweg über Laatsch zur kleinsten Stadt Südtirols: Glurns mit seiner vollständig erhaltenen Stadtmauer. Weiter geht es an der Etsch entlang, vorbei an einem Staubecken und durch ein schattiges Waldstück zu den Prader Fischerteichen (Einkehrtipp). Dahinter quert die Route die "Prader Sand", ein Biotop im Flussdelta des Suldenbachs, hier ist der Weg geschottert. Rennradfahrer weichen vor den Fischerteichen über die Industriezone von Prad auf die Straße aus. Ab dem Dorfausgang von Prad verläuft der Radweg auf einem asphaltierten Wiesenweg nach Tschengls, den man sich nur mit wenigen landwirtschaftlichen Fahrzeugen teilt.

Einkehrtipp: Gasthof Grüner Baum mitten in Glurns.

Etappe: Tschengls - Laas - Göflan

Richtung Tschengls steigt der Radweg leicht an und biegt unterhalb des Dorfs mit der Tschenglsburg auf einen schattigen Auweg mit Schotter ab; Rennradfahrer nehmen die Straße durchs Dorf. Nach einer kurzen Abfahrt nach Eyrs verläuft der Weg an der Etsch entlang ins Marmordorf Laas, dessen Marmor für seine Reinheit weltbekannt ist. Hinter Laas folgt ein weiteres Schotterstück durch den Wald, danach geht es bergab nach Göflan, auf Schotter empfiehlt sich dabei eine angepasste Geschwindigkeit. Am Kortscher Fischerteich lädt der Radtreff Brugg zur Pause. Ab Göflan führt der Weg wieder asphaltiert durch Apfelwiesen nach Goldrain.

Einkehrtipp: Radtreff Brugg am Fischerteich.

Etappe: Goldrain - Latsch - Naturns

Vorbei am Goldrainer See erreicht man Latsch, wo gemütliche Lokale zu einer Rast einladen. Bei der Seilbahn St. Martin folgt der Radweg wieder der Etsch: vorbei an Schloss Kastelbell, durch Obstgärten nach Tschars und weiter nach Staben, über dem Schloss Juval thront. Kurz darauf ist der beliebte Urlaubsort Naturns erreicht.

Etappe: Naturns - Meran

Die Etappe von Naturns nach Meran, führt weiter entlang der Etsch vorbei an idyllischen Ortschaften wie Plaus, Rabland und Töll. In Töll überquert man seit 2025 mittels einer neuen Unterführung sicher die Hauptstraße, bevor es in einer Abfahrt nach Algund weitergeht. Entlang der Radroute bietet sich eine Rast auf den "Stühlen" an – ein perfekter Ort, um den Panoramablick auf Algund, Dorf Tirol, Meran, Schenna und das weitläufige Etschtal zu genießen. Dort findet sich auch eine Wasserstelle, um die Wasserflasche aufzufüllen.

Weiter geht es in mehreren Serpentinen nach Algund, stets mit angepasster Geschwindigkeit und ohne Anstrengung. Vor Algund passiert man den Minigolfplatz und das Algunder Schwimmbad, während auf der rechten Etschseite die Brauerei Forst zu sehen ist. Am Algunder Schwimmbad folgt man dem Radweg zunächst entlang der Schnellstraße, erreicht dann aber eine Unterführung, die zum Meraner Lido führt. Dort überquert man die Passer über eine Fahrradbrücke und folgt dem Radweg weiter in Richtung Bozen (Radweg Meran-Bozen öffnen), vorbei an Schenna – oder man steuert das Stadtzentrum von Meran an, um sich einen wohlverdienten Aperitif zu gönnen. Zudem besteht die Möglichkeit, vom Meraner Zentrum in das Passeiertal (Radweg Passeiertal öffnen) weiterzufahren.

Thronsessel mit Ausblick auf Algund und den Meraner Talkessel - direkt am Radweg
Aussichtsplattform – Trauttmansdorffer Thronsessel Google Maps

Rastplätze am Radweg

Auf dem Radweg von Reschen bis Meran warten zahlreiche Rastplätze darauf, von Radfahrern entdeckt zu werden. Von Café und Restaurant bis hin zu Grillplätzen und Biergärten - hier findet jeder seinen perfekten Stopp, um Kraft zu tanken oder einfach die Aussicht zu genießen. Ob Sie in historischen Gasthöfen in Glurns eine Pause einlegen oder sich in Algund mit einem kühlen Getränk erfrischen, die Vielfalt der Einkehrmöglichkeiten entlang des Weges macht Ihre Radtour durch den Vinschgau zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Hier haben wir einige schöne Plätze aufgelistet, mit Link zu einer Karte, damit Sie den Rastplatz nicht verpassen. Bitte informieren Sie sich vor Ort über die Öffnungszeiten.

Häufig gestellte Fragen zum Vinschgauer Radweg

In welche Richtung fährt man den Vinschgauer Radweg am besten?

Von oben nach unten, also von Reschen oder Mals in Richtung Meran: So rollt es fast durchgehend leicht bergab. Wer die Anreise abkürzen möchte, startet in Mals, dorthin bringen einen Zug oder Bikeliner (Details im Abschnitt Radtransport 2026). Bis zum Start am Reschenpass braucht es einen separaten Bike-Shuttle oder ein Leihrad am Reschensee.

Ist der Vinschgauer Radweg für Familien und E-Bikes geeignet?

Ja. Die Strecke verläuft überwiegend leicht bergab und abseits des Autoverkehrs, nur einzelne Teilstücke werden mit landwirtschaftlichem Verkehr geteilt. Ein E-Bike ist dank des Gefälles kein Muss. Für Pausen sorgen zahlreiche Rastplätze entlang der Strecke, von den Prader Fischerteichen bis zum Algunder Schwimmbad.

Kann ich die Strecke mit dem Rennrad fahren?

Ja, mit kleinen Umwegen: Zwischen Mals und Schlanders gibt es drei Schotterabschnitte, für die es Straßenalternativen gibt, etwa über die Industriezone von Prad oder durch das Dorf Tschengls. Wer im Vinschgau mit dem Rennrad unterwegs ist, findet auf unserer Seite Rennrad Vinschgau weitere Touren wie Stilfserjoch, Martelltal oder Schnalstal.

Bringt mich der Zug zurück nach Mals?

2026 fährt die Vinschger Bahn nach der Elektrifizierung noch eingeschränkt, und die Fahrradmitnahme ist ohne Garantie. Von April bis Oktober ergänzt deshalb der reservierbare Bikeliner das Angebot zwischen Meran und Mals. Alle Details und Links zur Reservierung im Abschnitt Radtransport 2026.

Welche Radwege schließen direkt an?

In Meran geht es auf dem Radweg Meran-Bozen weiter Richtung Süden oder auf dem Passeiertal-Radweg nach St. Leonhard. Ab Bozen führt der Etschradweg weiter Richtung Trient und Gardasee. Die Strecke ist zudem Teil der Via Claudia Augusta.

Bewertungen für den Vinschgau-Radweg


Radweg Vinschgau: 4,09 / 5,00
136 Bewertungen

Radwegkarte

Der Radweg durch den Vinschgau ist sehr gut beschildert und verläuft großteils entlang der Etsch (siehe auch Etschradweg). Ein GPS-Gerät ist deshalb nicht erforderlich. Die Strecke ist zudem Teil der Via Claudia Augusta, die den Reschenpass mit Oberitalien verbindet.

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