Leonburg

Gegen 1200 ließen die Herren von Lana die Leonburg errichten, die ursprünglich "Lanaburg" genannt wurde.

Der Zweck des Baus bestand darin, die einst sehr wichtige Gampenstraße zu bewachen. Diese führt von Lana aus zum Mittelgebirge von Tisens. Von dort aus geht sie weiter über den Gampenpass bishin zu den Gemeinden am Nonsberg. Heutzutage ist die Leonberg Eigentum des Grafen Brandis. Er ist ein Nachfahre der Herren von Lana. Eine Besichtigung der Leonburg ist leider nicht möglich. Die Burganlage befindet sich südlich von Lana auf einem isolierten Porphyrhügel hoch über Ackpfeif und ist vom Etschtal größtenteils sichtbar.

Der Besitzer lebt nicht in seiner Burg, dennoch befindet sie sich in einem sehr guten Zustand, da der Graf alle Bedachungen des Objekts erhalten hat und sich regelmäßig um die Instandhaltung kümmert. Auffällig an der Leonburg ist vor allem, dass sie zwei Bergfriede besitzt. Beide wurden zur selben Zeit in Auftrag gegeben und verfügen über vergleichbare Abmessungen. Der genaue Grund, weshalb zwei nahezu identische Bergfriede existieren, ist unbekannt. Vermutet wird aber, dass sie den Brüdern der Familie Brandis als Wehr- und Wohnturm dienten. Dies lässt sich auch aufgrund eines Teilungsvertrags von 1236 erahnen, in dem festgelegt wurde, dass drei der vier Brüder sich die Leonburg teilen. Dieser Vertrag war die erste schriftliche Urkunde, in der die Burg erwähnt wurde.

Im Jahr 1275 stürmte Graf Meinhard II. von Tirol die Leonburg, gab sie jedoch kurz darauf der Familie Brandis als landesfürstlichen Lehen zurück. Nachdem die Nachfahren der Familie auf andere Schlösser und Burgen umgezogen war, wurde die Anlage seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr für Wohnzwecke verwendet, jedoch regelmäßig renoviert. Sie ist nie zu einer Ruine verfallen.

Hinter dem südöstlichen Bergfried befindet sich der Palas. Er wurde erst nach einer Brandkatastrophe aus dem Jahr 1450 errichtet und teilt den Burgplatz in einen vorderen und einen hinteren Hof ein. Bei der Brandkatastrophe wurden die Wohnbauten der Burg zerstört und neu aufgebaut.

Erbaut: 1236

Adresse: Ackpfeifweg, 2 Lana

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