Burg Festenstein (Ruine)

Bei der Burg Festenstein handelt es sich um eine Ruine. Sie liegt in der Gemeinde Eppan auf einem Porphyrfelsen in einer Höhe von 450 Metern und schaut direkt auf das Etschtal hinunter.

Die Höhenburg befindet sich westlich oberhalb von Andrian, mitten in einem Mischwald. Das genaue Erbauungsjahr der Burg Festenstein ist nicht bekannt, lediglich, dass sie im Mittelalter in Form eines fünfeckigen Turms erbaut wurde. Jedoch gehen Wissenschaftler davon aus, dass der Bau im frühen 13. Jahrhundert begann. Das erste Dokument, in dem die Anlage schriftlich erwähnt wurde, stammt aus dem Jahr 1220.

1503 fiel das Anwesen einem Brand zum Opfer, wurde jedoch wieder aufgebaut. Über die Jahrhunderte hinweg ging die Burg regelmäßig in den Besitz verschiedener Adelsgeschlechter über, darunter Lichtenstein, Sarntheim und Sporenberg. Im Jahr 1910 wurde die Burg Festenstein zum Privateigentum des deutschen Kommerzialrates Vogel. Er ließ die Burg restaurieren und durch einen Palas mit Burghof erweitern. Nach seinem Tod gab es niemanden, der sich um die Burg kümmerte, sodass sie zu einer Ruine verfiel. Im Jahr 2008 ging die Ruine in den Besitz von Meinhard Graf Khuen-Belasi über. Er ließ die Anlage 2012 und 2013 aufwendig restaurieren, mit dem Ziel, die Ruine zu sichern.

Heutzutage kann Festenstein von interessierten Touristen besucht werden. Die Ruine kann durch eine zirka einstündige Wanderung von Andrian, Perdonig oder Gaid aus erreicht werden. Obwohl die Burg häufig renoviert wurde, sind bis heute originale Reste aus dem Mittelalter erhalten. Ursprünglich handelte es sich bei der Bauart um einen spätromanischen Stil. Diese Bauart entstand ca. im Jahr 1000 und hielt in einigen Regionen bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts an. Die einstige Burg kann jedoch nur aus einer gewissen Entfernung betrachtet und nicht betreten werden, da sie aus Sicherheitsgründen gesperrt ist.

Dennoch ist die Ruine, deren Bauten über den gesamten Burgplatz verteilt sind, absolut sehenswert. Auch der Ausblick auf das Etschtal lohnt sich allemal.

Erbaut: frühes 13. Jh.

Adresse: Eppan

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