Brunnenburg in Dorf Tirol

Die Brunnenburg in Dorf Tirol war einst der Wohnsitz des amerikanischen Poeten Ezra Pound (1885 bis 1972). Sie wurde ca. 1250 von Wilhelm Tarant erbaut und befindet sich auf einem Glazialschuttkegel zwischen dem Dorfkern und Schloss Tirol.

Die noch heute sichtbaren Wehranlagen der Brunnenburg stammen aus der Zeit zwischen 1241 und 1253. Über die Jahrhunderte hinweg wechselte das Anwesen sehr häufig ihren Besitzer. So verfiel die einstige Burg zu einer Ruine. Jedoch wurde sie im Jahr 1903 von Karl Schwickert im neugotischen Stil renoviert und neu aufgebaut.

Heutzutage befindet sich in der Anlage das Landwirtschaftsmuseum. Eröffnet wurde es 1974 und es informiert Besucher über das damalige Leben der Bauern im südtiroleschen Raum sowie über einstige Handwerksberufe. Zusätzlich dient die Burg bis heute als Ezra-Pound-Gedenkstätte und als kulturelles Zentrum.

Verwaltet wird die Brunnenburg von der Familie de Rachewiltz. Der derzeitige Besitzer ist Dr. Siegfried de Rachewilz, er ist ein Enkel von Pound. Neben der Gedenkstätte für seinen Großvater hat er auf der Burg das "Ezra Pound Literaturzentrum" errichtet.

Auch für Familien mit Kindern ist dieses Anwesen einen Ausflug wert. Neben Ausstellungsstücken über das damalige Landleben, können unterschiedliche gefährdete Haustierrassen besichtigt werden. Dazu zählen Pfauenziegen, Zackel-Schafe und Mangalitza-Schweine. Damit wird der Tag auch für die jungen Besucher zu einem tollen Erlebnis. Der architektonische Stil, den die Burg seit ihrem Wiederaufbau Anfang des 20. Jahrhunderts hat, erinnert sowohl an die Königsschlösser von Ludwig II. in Bayern als auch an den rheinischen Burgenstil.

Wer sich für alte Mythen und Sagen interessiert, wird auf der Brunnenburg ebenfalls bedient, denn das Bauwerk ist für einige Legenden bekannt. Dazu zählt die Sage vom goldenen Kalb. Sie besagt, dass im Hof der Brunnenburg einst ein Schatz verborgen lag, der von einem Geist bewacht wurde. In einer Nacht wollten neugierige Nachbarn den Schatz heben und stießen dabei auf ein goldenes Kalb. Plötzlich tauchten aus der Finsternis zwei gefährlich aussehende Männer auf, welche die Schatzgräber bedrohten. Diese rannten daraufhin panisch weg. Der Schatz wurde bis heute nicht gefunden.

Erbaut: 1250

info@brunnenburg.net
https://www.brunnenburg.net

Brunnenburg - Foto: Daniela Gerstgrasser
Bild: Daniela Gerstgrasser

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