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Radweg Vinschgau

Fahrradweg vom Reschen bis Meran

Sonnenblume am Radweg Vinschgau Der 86 Kilometer lange, von Reschen nach Meran führende Vinschgau Radweg, ein Teil des Etsch-Radwegs, bietet Aktivurlaubern viel Abwechslung. Wer in erster Linie „genussradeln“ möchte, findet auf dem 68 Kilometer langen Abschnitt Reschen-Naturns mannigfache Gelegenheiten, körperliche Betätigung und Sinnenfreude in Einklang zu bringen.

Obervinschgau: Reschen bis Glurns

Der Startpunkt Reschen und der Reschenpass(1.507 m) selbst sind sowohl historisch als auch für den Naturliebhaber interessant. Vom ehemaligen Dörfchen Alt-Graun, das Sie bereits nach drei Kilometern erreichen, ist heute nur noch der aus dem Stausee ragende Kirchturm von Sankt Anna zu sehen. Sollten Sie dank dieses Anblicks schon Lust auf eine Verschnaufpause haben, lockt das im heutigen Graun befindliche Alte Rathaus mit seinen heimatkundlichen Exponaten.

Reschner Stausee

Von Graun aus fahren Sie in Richtung Burgeis, wobei Sie St. Valentin, Dörfl und Ulten passieren. Immer entlang des Haidersees verlaufend, erlaubt der Radweg herrliche Aussichten auf den See und die Ortler-Gruppe. Zum kurzen Zwischenstopp lädt ein besonderes Schauspiel der Etsch ein: Dramatisch stürzt sie vom Felsmassiv herab und kreuzt den See, um sich hernach durchs Tal zu schlängeln. Die erste ausgiebige Rast empfiehlt sich im architektonisch reizvollen Burgeis. Das oberhalb des Tals befindliche Benediktinerkloster Marienberg ist die Mühe des Aufstiegs wert: Die aus dem 12. Jahrhundert stammende Anlage vereint in sich sowohl bemerkenswerte Bausubstanz als auch klerikale Kunst von der Romanik bis zum Barock.

Vom Städtchen Glurns bis nach Laas

Die im 13. Jh. erbaute Fürstenburg passieren Sie im Vorbeifahren – das vollständig restaurierte Gemäuer beherbergt heute eine Landwirtschaftsschule. Anschließend führt der Radweg Reschen-Meran mit einem Gefälle von bis zu 22 Prozent durch das Etschtal über Schleis und Laatsch bis nach Glurns. Falls Sie in Laatsch halten möchten, lohnt sich die Besichtigung des Kirchturms. Das aus dem 13. Jahrhundert stammende Ackerbauern- und ehemalige Salzhandelsstädtchen Glurns konnte, trotz Zerstörung durch Brand und Krieg, seinen ursprünglichen Charakter weitgehend bewahren. Heute gilt Glurns als die besterhaltende spätmittelalterliche Stadtanlage Tirols: Die pittoresken Gässchen, der lauschige Marktplatz und die trutzigen Wehrtürme der Stadtmauer verführen zum entspannten Stadtbummel.

Weitere neun Kilometer entfernt, vorbei an duftenden Obstplantagen, gelangen Sie nach Prad und befinden sich unversehens im Stilfserjoch-Nationalpark. Äußerlich konnte Prad seinen Charakter teils romanischer, teils aus der Renaissance stammender Architektur bewahren, jedoch hat man sich den zeitgemäßen Anforderungen durchreisender Gäste geöffnet. Falls Sie hier verweilen möchten, bietet sich das Dorf als Ausgangspunkt für Wanderungen an: Wald, Wiesen, Gebirgsbäche und die Ruine der Trutzburg Lichtenberg verlocken zu erholsamen Ausflügen. Darüber hinaus besitzt Prad sehenswerte romanische Kunstschätze.

Sollte es Sie eher zu seltenen Pflanzen- und Tierarten ziehen, fahren Sie weiter bis zum Marmordorf Laas. Das auf einer Vegetationsgrenze liegende Tal bietet unterhalb der vergletscherten Ortler-Gipfel üppig bewaldete Hänge, auf der anderen Seite aber die kargen Ötztaler Alpen, wo Sie schon typisch mediterrane Fauna und Flora finden. Kulturhistorisch bedeutsam ist Laas durch seine seit dem Mittelalter bestehende Tradition des Marmorabbaus.

Marmordorf Laas bis Kastelbell

Auf halber Strecke zwischen Reschen und Meran liegt Schlanders, der im Wesentlichen spätgotische und frühbarocke Hauptort des Vinschgaus. Von hier aus sind sämtliche umliegenden Wanderziele und Orte zu erreichen, weshalb sich die im 11. Jahrhundert gegründete Stadt gut für mehrtägige Aufenthalte eignet. Sowohl zum Nationalpark als auch zum „Weißen Gold“ von Laas gelangen Sie von hier aus bequem.

Rennradler auf dem Vinschger Radweg Der nächste Abschnitt der Radwanderung führt über Goldrain und Latsch nach Kastelbell. Goldrain und Latsch profitieren, umgeben von idyllischen Obsthainen, von zahlreichen Sonnenstunden. Gäste heißt man bei fröhlichen Festen oder musikalischen Veranstaltungen gerne willkommen. Natürlich gibt es auch hier beeindruckende historische Bausubstanz zu entdecken. Wer lieber wandert, kann auf traditionellen Pfaden seiner Leidenschaft nachgehen oder den anspruchsvolleren Gebirgstouren folgen. Wandern wird gleichermaßen in Kastelbell großgeschrieben, einem Paradies für Aktivurlauber und Sportbegeisterte.

Untervinschgau: Kastelbell bis Naturns

Die verbleibenden zehn Kilometer führen, vorbei an malerischen Obstgärten und Weinbergen, über Tschars und Staben nach Naturns. Der sonnenverwöhnte, zwischen vergletscherten Gipfeln in einem Tal gelegene Ort empfängt Sie mit den vielfältigen lukullischen Genüssen Südtirols. Oder, wenn Ihnen der Sinn danach steht, erkunden Sie einfach weiter: die ursprünglich karolingische Pfarrkirche St. Zeno, die sanften Wege des beschaulichen Tals oder die steilen Bergpfade… Ganz nach Gusto!

Von Naturns bis in die Kurstadt Meran

Weiter geht es, der Etsch folgend, genüsslich vorbei an Plaus und Rabland bis zur Töll, wo man die Hauptstraße überquert und über eine kurze Abfahrt nach Algund und in die Kurstadt Meran gelangt.

Streckenverlauf

Höhenprofil

Höhenprofil des Radwegs durch den Vinschgau

benachbarter Radweg: Fahrradweg Meran - Bozen

Roadbiker aufgepasst!

Rennrad Unzählige Pässe in Südtirol wollen entdeckt werden. Stilfser Joch, Mendelpass und der Gampenpass sind nur einige davon. 1 Woche roadbiken im 4 Sterne Hotel Preidlhof in Naturns. Anfragen!