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Genussradtour vom Reschenpass bis nach Naturns

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Genussradtour vom Reschenpass bis nach Naturns

Eine versunkene Stadt, eine Zeitreise ins Mittelalter und weltberühmtes weißes Gold: Der Vinschgau hat mehr zu bieten, als er anfangs vielleicht vermuten lässt.

Zweimal die Woche verkehrt ein Shuttle-Service zwischen Naturns und Graun, dem Startpunkt dieser Genusstour. Der markante Kirchturm, der an diesem kleinen Ort heute noch aus dem See ragt, erzählt von einer ganz besonderen Geschichte: Das berühmte Postkartenmotiv des Vinschgaus ist das sichtbare Überbleibsel der Ortschaft Alt-Graun. 1950 legte man einen Stausee zur Stromgewinnung an, Graun und Teile von Reschen wurden zu diesem Zweck geflutet. Das Bild des Kirchturms im türkisblauen Wasser erinnert uns auf unserem Weg bergab bis nach St. Valentin auf der Haide an die versunkene Stadt. Mit Blick auf das mächtige Ortlermassiv passieren wir den Haider See und die Dörfer Mals, Burgeis und Laatsch und gelangen ins mittelalterliche Glurns. Mit knapp 900 Einwohnern ist es die kleinste Stadt Südtirols und noch heute vollständig von einer Ringmauer umgeben. Ein Besuch in Glurns gleicht einer Zeitreise. Weiter geht’s durch den oberen Vinschgau, vorbei an Spondinig und Prad am Stilfser Joch bis nach Laas, das bekannt ist für seinen Marmor. Vom Radweg aus erkennen wir die Schrägbahn, die das weiße Gold ins Tal transportiert. In riesigen Blöcken gelangt es von hier in Großstädte wie Wien, London und sogar New York. Über eine kleine Abfahrt führt uns unsere Tourweiter nach Schlanders und Latsch. Immerweitläufiger werden die Apfelwiesen links und rechts von uns, an den Hängen breiten sich die Weinreben aus. Am kargen Sonnenberg schiebt sich bei Kastelbell das gleichnamige Schloss ins Panorama, kurz vor Naturns dann Schloss Juval. Das letzte große Highlight, bevor wir in Naturns vom Sattel steigen.